Nackt in deiner Badewanne, den Abgrund beobachtend

Noch ein Manifest. Diesmal eins über die Literatur nach dem Ende der LITERATUR. Es geht um den Verlust von Tragödie und Revolution, „die zwei letzten großen Erscheinungsformen der Hoffnung“. Es geht um die Krankheit der Literatur und um Literatur aus Krankheit (Bolaño: Literatur + Krankheit = Literatur). Um den Verlust des Außen und die falsche Horizontalisierung von allem, in die der neoliberale Modus der Globalisierung auch die Prosa zwingt. Um den Abstieg der Dichter vom Berg, um ihre Entzauberung. Darum, dass wir nicht einmal die Protagonisten der Farce mit dem Schriftzug UNIVERSUM sind, sondern nur Nebenfiguren oder Zuschauerinnen. That’s all we do, carry a spearEs geht um eine Kunst des Neinsagens, des Neinsagens als der größtmöglichen Positivität. Das Neinsagen nicht als bloßer Entzug, sondern als Abbau all dessen, woran vor einiger Zeit noch geglaubt werden konnte; jetzt nicht mehr, endgültig. Aber natürlich trotzdem literatur (ja, so: klein).

Der Autor: Lars Iyer, über den auf ISTINA hier schon einmal zu lesen war.

Et voilà: http://www.thewhitereview.org/features/nude-in-your-hot-tub-facing-the-abyss-a-literary-manifesto-after-the-end-of-literature-and-manifestos/

Über Samir Sellami

istinalog.net
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