Beschleunigungsmanifest

Etienne-Jules-Marey-Stabhochsprung

Der folgende Text ist ein Manifest, das sich für eine Neuorientierung des linken politischen Denkens und Handelns einsetzt. Vorgeschlagen wird eine politische Perspektive, die sich nicht mit selbstgefälliger Ideologiekritik und der Schaffung temporärer antikapitalistischer Lebensräume begnügen will, sondern eine umfassende Umwälzung des ökonomischen und kulturellen Lebens fordert – auf den vom Kapitalismus geschaffenen Grundlagen selbst.

Die schon von Marx beobachtete Tendenz, wonach der Kapitalismus nur aus seinem Innern durch Beschleunigung zu überwinden sei, soll wieder fruchtbar gemacht werden. Daher der Name der Bewegung: Akzelerationismus.

Die Autoren Nick Srnicek und Alex Williams leben und arbeiten in London und verorten sich im Umfeld des Spekulativen Realismus, der als erste im Netz entstandene philosophische Bewegung bekannt geworden ist. Ihren Text haben sie am 14.5. zum ersten Mal online gestellt. Schon beim ersten Lesen waren wir von den Analysen und Forderungen sehr angetan. Daher der Entschluss, das Manifest von Alex und Nick ins Deutsche zu übersetzen. Wir danken den beiden für ihre Unterstützung dabei!

Das englische Original könnt ihr euch zum Beispiel hier ansehen.

Die Website zum Accelerationism mit ein paar mehr Ideen und Infos findet ihr hier.

Hier gibt es das Beschleunigungsmanifest in deutscher Übersetzung als pdf. Und nachfolgend als Blogpost.

***

01 Einleitung: Die Zustände

1. Am Beginn des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts sieht sich die globale Zivilisation mit einer ganz neuen Art von Katastrophe konfrontiert. Die bevorstehenden Apokalypsen machen die Normen und Organisationsstrukturen unserer Politik, die durch die Geburt der Nationalstaaten, den Aufstieg des Kapitalismus und ein Jahrhundert der beispiellosen Kriege geprägt worden sind, zu einem Witz.

2. Am bedeutendsten ist der Zusammenbruch des Weltklimas. In absehbarer Zeit ist der Fortbestand der derzeitigen Weltbevölkerung in Gefahr. Obwohl das die gravierendste der Bedrohungen ist, die auf die Menschheit zukommen, gibt es daneben eine Reihe geringerer, aber potentiell ähnlich destabilisierender Probleme, die sich damit überschneiden. Die endgültige Erschöpfung von Ressourcen, besonders der Wasser- und Energiereserven, stellen massenhaften Hungertod, den Kollaps ökonomischer Modelle und neue heiße und kalte Kriege in Aussicht. Die andauernde Finanzkrise hat Regierungen dazu gebracht, sich der Todesspirale aus Sparpolitik, Privatisierung sozialstaatlicher Institutionen, Massenarbeitslosigkeit und stagnierenden Löhnen auszuliefern. Die zunehmende Automatisierung in den Produktionsprozessen, auch der »geistigen Arbeit«, zeugt von der langfristigen Krise des Kapitalismus, die es ihm bald unmöglich machen wird, die derzeitigen Lebensstandards, sogar die der ehemaligen Mittelschicht des globalen Nordens, zu halten.

3. Im Gegensatz zu diesen sich immer weiter beschleunigenden Katastrophen ist die heutige Politik von dem Unvermögen befallen, neue Ideen und Organisationsformen hervorzubringen, um unsere Gesellschaften so umzugestalten, dass sie sich ihrer bevorstehenden Vernichtung entgegenstellen können. Während die Krise an Stärke und Geschwindigkeit gewinnt, verkümmert die Politik und zieht sich zurück. Mit dieser Lähmung der politischen Vorstellungskraft findet Zukunft nicht mehr statt.

4. Seit 1979 ist der Neoliberalismus die weltweit vorherrschende politische Ideologie, die in verschiedenen Varianten von allen führenden Wirtschaftsmächten vertreten wird. Trotz der tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen, vor das die neuen globalen Probleme den Neoliberalismus stellen – besonders die Kredit-, Finanz- und Haushaltskrisen seit 2007-8 – haben die neoliberalen Programme sich nur in eine Richtung entwickelt, indem sie sich nämlich verschärften. Diese Fortsetzung des neoliberalen Projekts, oder Neoliberalismus 2.0, hat eine neue Runde struktureller Anpassungen eingeläutet. Besonders auffällig ist die Bestärkung des neuartigen und aggressiven Eindringens der Privatwirtschaft in das, was von sozialstaatlichen Einrichtungen und Leistungen noch übrig bleibt, und zwar ungeachtet der unmittelbar negativen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen einer solchen Politik und der auf lange Sicht unüberwindbaren Schranken, die die neuen globalen Krisen errichten.

5. Dass die rechtskonservativen Kräfte innerhalb und außerhalb der Regierungen sowie die Unternehmen den Neoliberalismus immer weiter vorantreiben konnten, ist zumindest teilweise die Folge der anhaltenden Lähmung und Ineffizienz dessen, was von der Linken übrig geblieben ist. Dreißig Jahre Neoliberalismus haben die meisten linksorientierten Parteien aller radikalen Ideen beraubt, ausgehöhlt und ohne Mandat der Bevölkerung zurückgelassen. Bestenfalls haben sie auf unsere gegenwärtigen Krisen mit dem Ruf nach einer Rückkehr zu keynesianischer Volkswirtschaft reagiert – ungeachtet der Anzeichen dafür, dass die Bedingungen, die das Auftreten unserer Nachkriegssozialdemokratie ermöglicht haben, nicht mehr existieren. Wir können nicht zurück zu fordistischer massenindustrieller Arbeit, schon gar nicht per Dekret. Selbst die neosozialistischen Regimes der bolivarischen Revolution Südamerikas ermutigen zwar durch ihre Fähigkeit, den Glaubenssätzen des zeitgenössischen Kapitalismus zu widerstehen, enttäuschen aber mit ihrer Unfähigkeit, eine Alternative zu entwickeln, die über den Sozialismus der Mitte des 20. Jahrhunderts hinausgeht. Die von den Veränderungen des Neoliberalismus systematisch geschwächten Gewerkschaften sind institutionell verknöchert und können bestenfalls die neuen strukturellen Anpassungen leicht mildern. Aber ohne systematischen Ansatz zum Aufbau einer neuen Wirtschaftsordnung und ohne die strukturelle Solidarität, solche Veränderungen durchzudrücken, bleiben die Gewerkschaften zur Zeit ziemlich machtlos. Die neuen sozialen Bewegungen, die seit dem Ende des Kalten Kriegs entstanden sind und in den Jahren nach 2008 einen Wiederaufschwung erlebt haben, sind ähnlich unfähig, eine neue politisch-ideologische Vision zu formulieren. Stattdessen verwenden sie sehr viel Energie auf basisdemokratische Prozesse und affektive Selbstaufwertung statt auf strategische Wirksamkeit. Dabei fördern sie oft Varianten eines neo-primitivistischen Lokalismus zu Tage, als könne man sich der abstrakten Gewalt des globalisierten Kapitals mit der fadenscheinigen und flüchtigen »Authentizität« der unmittelbaren Gemeinschaft widersetzen.

6. In Ermangelung einer radikal neuen sozialen, politischen, organisatorischen und ökonomischen Vision werden die vorherrschenden Kräfte der Rechten allen Beweisen zum Trotz ihre engstirnigen Vorstellungen weiter vorantreiben können. Im besten Fall kann die Linke vorübergehend die schlimmsten Angriffe zum Teil abwehren. Aber das heißt, gegen eine letztlich unbezwingbare Strömung anzurudern. Eine neue globale linke Hegemonie aufzubauen bedeutet zunächst, verlorene mögliche Zukünfte, ja, die Zukunft überhaupt zurückzugewinnen.

02 Interregnum: Die Beschleunigungen

1. Wenn ein System mit der Idee der Beschleunigung in Verbindung gebracht worden ist, dann der Kapitalismus. Der Stoffwechsel des Kapitalismus verlangt nach Wirtschaftswachstum, wobei der Wettbewerb zwischen einzelnen kapitalistischen Einheiten immer mehr technologische Entwicklungen in Gang setzt, die Wettbewerbsvorteile erzeugen sollen. Dies alles wird von sozialen Verwerfungen begleitet. Die ideologische Selbstdarstellung des neoliberalen Kapitalismus behauptet, dass er Kräfte kreativer Zerstörung entfesselt und so sich immer weiter beschleunigende technische und soziale Innovationen freisetzt.

2. Am scharfsinnigsten eingefangen hat dies der Philosoph Nick Land in seinem kurzsichtigen, aber hartnäckigen Glauben, das kapitalistische Tempo allein könne weltweit das Umschlagen in eine beispiellose technologische Singularität bewirken. In dieser Vorstellung vom Kapital kann der Mensch irgendwann ausrangiert werden, als bloßes Hindernis für eine abstrakte planetare Intelligenz, die sich aus zusammengebastelten Bruchstücken ehemaliger Zivilisationen selbst errichtet. Allerdings verwechselt Lands Neoliberalismus Geschwindigkeit mit Beschleunigung. Wir mögen uns vielleicht schnell bewegen, aber nur innerhalb eines streng definierten Sets stabiler kapitalistischer Parameter. Wir erleben nichts als die ansteigende Geschwindigkeit in einem beschränkten Horizont, ein simples, hirntotes Vorpreschen anstelle einer Beschleunigung, die auch navigiert, die ein experimenteller Entdeckungsprozess innerhalb eines allgemeinen Möglichkeitsraumes ist. Die letztere Form der Beschleunigung halten wir für die wesentliche.

3. Schlimmer noch: Was das kapitalistische Tempo mit der einen Hand deterritorialisiert, reterritorialisiert es, wie Deleuze und Guattari erkannt haben, mit der anderen wieder. Dem Fortschritt werden Rahmenbedingungen wie Mehrwertproduktion, eine stille Reserve von Arbeitskräften und frei bewegliches Kapital aufgezwungen. Die Moderne wird reduziert auf statistische Messungen des Wirtschaftswachstums, und soziale Innovationen werden von kitschigen Überbleibseln unserer gemeinschaftlichen Vergangenheit verkrustet. Deregulierungen à la Thatcher und Reagan vertragen sich wunderbar mit rückständigen viktorianischen Vorstellungen von Familie und Religion.

4. Eine tiefere Spannung innerhalb des Neoliberalismus besteht zwischen seinem Selbstbild als Vehikel der Moderne, ja geradezu als Synonym für Modernisierung, und dem Versprechen einer Zukunft, die er gar nicht liefern kann. Anstatt individuelle Kreativität zu ermöglichen, hat der fortschreitende Neoliberalismus, geistigen Erfindungsreichtum eher tendenziell ausgelöscht, zugunsten von industriell hergestellten gescripteten Interaktionen, die an globale Wertschöpfungsketten und neo-fordistische Produktionszonen in Fernost gekoppelt sind. Ein verschwindend kleines Kognitariat, eine Elite aus Geistesarbeitern, schrumpft mit jedem Jahr – und das umso mehr, als die algorithmische Automatisierung sich durch die Sphären der affektiven und intellektuellen Arbeit frisst. Der Neoliberalismus war, obwohl er sich als eine notwendige historische Entwicklung verkauft, tatsächlich nur ein kontingentes Mittel gegen die Wertkrise der siebziger Jahre. Zwangsläufig bedeutete das die Sublimierung der Krise und nicht ihre endgültige Überwindung.

5. Karl Marx bleibt, neben Land, der beispielgebende Vordenker des Akzelerationismus. Der allzu vertrauten Kritik und sogar dem Verhalten einiger zeitgenössischer Marxisten zum Trotz müssen wir uns daran erinnern, dass Marx selbst – in dem Bestreben, seine Welt vollständig zu begreifen und zu verändern – die fortschrittlichsten theoretischen Werkzeuge und empirischen Daten, die ihm zugänglich waren, nutzte. Er war kein Denker, der sich gegen die Moderne sträubte, sondern eher einer, der in ihr nach Wegen suchte, um sie zu analysieren und zu verändern. Er verstand, dass der Kapitalismus trotz all seiner Ausbeutung und Korruption das bis dato fortschrittlichste Wirtschaftssystem war und dass dessen Errungenschaften nicht rückgängig gemacht, sondern über die Beschränkungen der kapitalistischen Wertschöpfung hinaus beschleunigt werden sollten.

6. Selbst Lenin schrieb 1918 in dem Text »Linke« Kindereien: »Sozialismus ist undenkbar ohne großkapitalistische Technik, die auf den neuesten Errungenschaften der modernen Wissenschaft beruht, ohne planmäßige staatliche Organisation, die Dutzende Millionen Menschen zur strengsten Einhaltung einer einheitlichen Norm bei der Produktion und Verteilung der Produkte zwingt. Davon haben wir Marxisten immer gesprochen, und es lohnt nicht, auch nur zwei Sekunden im Gespräch mit Leuten zu verschwenden, die nicht einmal das begriffen haben (die Anarchisten und gut die Hälfte der linken Sozialrevolutionäre).«

7. Wie Marx wusste, kann der Kapitalismus nicht als Vertreter der wahren Beschleunigung gelten. In ähnlicher Weise ist auch die Beschreibung der linken Politik als Antithese zu technosozialer Beschleunigung, zumindest teilweise, eine massive Falschdarstellung.  Wenn die politische Linke eine Zukunft haben will, muss sie ihrer verdrängten Neigung zum Akzelerationismus endlich so stark wie nur möglich nachgeben.

03 Manifest: Die Zukunft

1. Die wichtigste Trennlinie innerhalb der zeitgenössischen Linken verläuft zwischen Vertretern einer Politik des folkloristischen Lokalismus, der direkten Aktionen sowie des grenzenlosen Horizontalismus und den Anhängern einer Politik, die akzelerationistisch zu nennen ist, einer Politik, die sich in einer Moderne der Abstraktion, Komplexität, Globalität und Technologie zu Hause fühlt. Erstere begnügen sich damit, provisorische Kleinst-Räume für nicht-kapitalistische Sozialbeziehungen zu errichten und so den echten Problemen aus dem Weg zu gehen, die die Konfrontation mit einem Feind, der seinem Wesen nach nicht-lokal, abstrakt und tief in der Infrastruktur unseres Alltags verankert ist, mit sich bringt. Das Scheitern ist einer solchen Politik von Beginn an eingeschrieben. Die akzelerationistische Politik hingegen versucht die Errungenschaften des Spätkapitalismus zu bewahren und zugleich weiter zu gehen, als es sein Wertesystem, seine Regierungsstrukturen und seine Massenpathologien erlauben.

2. Wir alle wollen weniger arbeiten. Es ist eine faszinierende Frage, warum die weltweit führenden Ökonomen der Nachkriegszeit überzeugt waren, dass ein aufgeklärter Kapitalismus unvermeidlich zur radikalen Arbeitszeitverkürzung führen müsse. In seinem Text Ökonomische Perspektiven für unsere Enkel von 1930 entwirft Keynes eine kapitalistische Zukunft, in der die individuelle Arbeitszeit auf drei Stunden am Tag reduziert wäre. Stattdessen hat sich eine fortschreitende Aufhebung der Grenze zwischen Leben und Arbeit vollzogen, in der die Arbeit nach und nach in jeden Aspekt des sozialen Getriebes eingedrungen ist.

3. Der Kapitalismus hemmt die fortschrittlichen Kräfte der Technik oder leitet sie zumindest zu unnötig verengten Zielen um. Patentkriege und Ideen-Monopolisierung sind zeitgenössische Phänomene, die auf das rückständige Technikverständnis des Kapitals und auf die Notwendigkeit, über den Wettbewerb hinauszukommen, hinweisen. Die echten Beschleunigungsgewinne des Neoliberalismus haben weder zu weniger Arbeit noch zu weniger psychischem Druck geführt. Statt in einer Welt aus Raumfahrt, Future Shocks und revolutionärem technologischem Potential leben wir in einer Zeit, in der sich lediglich die Unterhaltungselektronik marginal verbessert. Mit der endlosen Wiederholung derselben Grundprodukte wird die Nachfrage der Konsumenten auf Kosten humaner Beschleunigung aufrechterhalten.

4. Wir möchten nicht zurück zum Fordismus. Es kann keine Rückkehr zum Fordismus geben. Das »goldene Zeitalter« des Kapitalismus basierte auf dem Produktionsmodell einer geregelten Arbeitsumgebung, in der (männlichen) Arbeitern Sicherheit und ein grundlegender Lebensstandard gewährt wurde, im Austausch gegen ein Leben aus verblödender Langeweile und sozialer Unterwerfung. Dieses System beruhte auf einer internationalen Hierarchie aus Kolonien, Großmächten und einer unterentwickelten Peripherie, einer nationalen Hierarchie des Rassismus und Sexismus und einer starren familiären Hierarchie der Unterwerfung der Frau. Mögen auch viele von Nostalgie gegenüber diesem Regime erfüllt sein – eine Rückkehr zu ihm wäre nicht wünschenswert und außerdem praktisch unmöglich.

5. Akzelerationisten wollen verborgene Produktivkräfte freisetzen. Für ein solches Projekt muss die materielle Plattform des Neoliberalismus nicht zerstört werden. Vielmehr muss er so umfunktioniert werden, dass er gemeinschaftlichen Zwecken dient. Die bestehende Infrastruktur ist keine Stufe des Kapitalismus, die zu zerschlagen wäre, sondern ein Sprungbrett zum Postkapitalismus.

6. Angesichts der Versklavung der Technowissenschaften durch kapitalistische Ziele (besonders seit den späten 1970ern) wissen wir sicher noch nicht, wozu ein moderner technosozialer Organismus im Stande ist. Wer von uns kann vollständig erkennen, welche unerschlossenen Möglichkeiten in der bereits entwickelten Technologie schlummern? Wir wetten, dass die wirklich gestalterischen Potenziale unserer Technologie und wissenschaftlichen Forschung zum größten Teil noch unausgeschöpft sind, voll von derzeit noch überschüssigen Funktionen (und Vor-Anpassungen), die nach einer Verschiebung der kurzsichtigen kapitalistischen Sicht entscheidend werden können.

7. Wir wollen den Prozess der technologischen Evolution beschleunigen. Wofür wir aber streiten, ist keine technische Utopie. Man sollte nie glauben, dass die Technik alleine uns retten kann. Sie ist notwendig, ja, aber ohne sozialpolitisches Handeln niemals hinreichend. Die Technik und das Soziale sind untrennbar miteinander verbunden, und Veränderungen auf der einen Seite vergrößern und verstärken die Veränderungen auf der anderen. Während die Argumente der Techno-Utopisten darauf beruhen, dass Beschleunigung automatisch zur Überwindung politischer Konflikte führt, behaupten wir, dass die Technologie genau darum beschleunigt werden muss, weil sie gebraucht wird, um sich in sozialen Konflikten durchzusetzen.

8. Wir glauben, dass jedes postkapitalistische System einer postkapitalistischen Planung bedarf. Das Vertrauen in den Gedanken, das Volk werde nach einer Revolution spontan ein neues sozioökonomisches System aufbauen, das nicht einfach eine Rückkehr zum Kapitalismus bedeuten würde, ist bestenfalls naiv und schlimmstenfalls ignorant. Um voranzukommen müssen wir sowohl eine kognitive Karte des bestehenden Systems als auch ein spekulatives Bild eines zukünftigen ökonomischen Systems entwickeln.

9. Dafür muss die Linke jede vom Kapitalismus ermöglichte technologische und wissenschaftliche Errungenschaft zu ihrem Vorteil ausnutzen. Wir behaupten, dass Quantifizierung kein auszulöschendes Übel ist, sondern ein Werkzeug, das auf die bestmögliche Art eingesetzt werden muss. Ökonomische Modelle sind – einfach ausgedrückt – eine absolute Notwendigkeit, um sich eine komplexe Welt verständlich zu machen. Die Finanzkrise von 2008 offenbart die Risiken des blinden Vertrauens in mathematische Modelle, aber das ist ein Problem von angemaßter Autorität, kein Problem der Mathematik selbst. Die Werkzeuge aus der sozialen Netzwerktheorie, der akteurbasierten Modellbildung, der Großdatenforschung und der Ungleichgewichtsökonomie sind notwendige, um ein Verständnis komplexer Systeme wie das der modernen Ökonomie zu vermitteln. Die akzelerationistische Linke muss ihren Analphabetismus in diesen technischen Gebieten überwinden.

10. Jede gesellschaftliche Umgestaltung schließt ökonomische und soziale Experimente ein. Das chilenische Projekt Cybersyn ist vorbildlich für diese experimentelle Haltung – es verbindet hochentwickelte kybernetische Technologie mit ausgefeilten ökonomischen Modellen und einer demokratischen Plattform, die in die technologische Infrastruktur selbst eingelassen ist. In der sowjetischen Ökonomie der 50er und 60er wurden ähnliche Experimente unternommen, um mit den Mitteln der Kybernetik und der linearen Programmierung die neuartigen Probleme zu lösen, mit denen sich die frühe kommunistische Ökonomie konfrontiert sah. Dass beide letztlich erfolglos geblieben sind, kann auf die politischen und technologischen Zwänge zurückgeführt werden, unter denen diese frühen Kybernetiker agieren mussten.

11. Die Linke muss eine soziotechnologische Hegemonie entwickeln – sowohl in der Sphäre der Ideen als auch in der Sphäre der materiellen Plattformen. Diese Plattformen bilden die Infrastruktur der globalen Gesellschaft. Sie stellen die grundlegenden Parameter des möglichen Verhaltens und Denkens zur Verfügung. In diesem Sinn verkörpern sie das materielle Apriori jeder Gesellschaft; sie sind die Bedingungen möglicher Handlungs-, Beziehungs- und Machtkomplexe. Die meisten globalen Plattformen sind auf kapitalistische Sozialbeziehungen zugeschnitten, aber das ist keine unvermeidliche Notwendigkeit. Die materiellen Plattformen von Produktion, Finanzwesen, Logistik und Konsum können und müssen für postkapitalistische Zwecken neu programmiert und umformatiert werden.

12. Wir glauben nicht, dass direkte Aktionen ausreichen, um irgendeine unserer Forderungen einzulösen. Die gewöhnlichen Strategien des Marschierens, des Plakatehochhaltens und des Einrichtens vorläufiger autonomer Zonen laufen Gefahr, zum beruhigenden Ersatz für wirkliche Erfolge zu werden. »Immerhin tun wir überhaupt was« ist der Schlachtruf derer, denen ihr Selbstwertgefühl wichtiger ist als wirksames Handeln. Das einzige Kriterium für eine gute Strategie ist aber, ob sie zu merklichem Erfolg führt oder nicht. Wir müssen aufhören, bestimmte Handlungstypen zu fetischisieren. Politik muss verstanden werden als Komplex dynamischer Systeme, der von Konflikt, Anpassung, Gegenanpassung und strategischem Wettrüsten zerklüftet ist. Dies hat zur Folge, dass jede individuelle Art des politischen Handelns mit der Zeit abstumpft und wirkungslos wird, sobald die Gegner sich anpassen. Keine Form der politischen Handlung ist historisch unantastbar. Mit der Zeit nimmt die Notwendigkeit zu, sich von vertrauten Strategien zu lösen, da die Kräfte und Einheiten, gegen die sie sich richten, lernen, sich zu verteidigen und ihrerseits anzugreifen. Die Unfähigkeit der Linken, so zu handeln, erklärt zum Teil die zeitgenössischen Misere.

13. Die uneingeschränkte Bevorzugung von Demokratie-als-Prozess muss überwunden werden. Die Fetischisierung von Offenheit, Horizontalität und Inklusion seitens der Mehrheit der heutigen »radikalen« Linken hat die Voraussetzungen für ihre Wirkungslosigkeit geschaffen. Zum wirksamen politischem Handeln gehören ebenfalls (wenn auch selbstverständlich nicht nur) Geheimhaltung, Vertikalität und Exklusion.

14. Demokratie kann nicht einfach durch ihre Mittel definiert werden – durch Wahlen, öffentliche Diskussion, Versammlungen und Parlamente. Echte Demokratie muss von ihrem Ziel her definiert werden – der kollektiven Selbst-Ermächtigung. Es geht um ein Projekt, das die Politik mit dem Vermächtnis der Aufklärung verbindet, in dem Sinne, dass wir uns nur in dem Maße selbst regieren können, wie wir das Vermögen voll ausschöpfen, uns und unsere Welt (unsere soziale, technologische, ökonomische und psychische Welt) besser zu verstehen. Wir müssen eine gemeinschaftlich kontrollierte, legitime vertikale Autorität aufbauen – und zwar zusätzlich zu verteilten horizontalen Formen der Vergesellschaftung –, damit uns weder ein tyrannischer totalitärer Zentralismus noch eine unberechenbar entstehende Ordnung, die sich unserer Kontrolle entzieht, versklaven kann. Das Gebot des Plans muss mit der improvisierten Ordnung des Netzwerks versöhnt werden.

15. Wir geben keine bestimmte Organisation an, mit der sich diese Leitlinien in idealer Form umsetzen ließen. Was jetzt nötig ist – was immer schon nötig war – ist eine Ökologie der Organisationen, ein Pluralismus aus Kräften, die fortwährend aufeinander reagieren und sich gegenseitig verstärken. Sektiererei würde der Linken ebenso wie Zentralismus den Todesstoß versetzen. In diesem Sinn begrüßen wir weiterhin das Experimentieren mit verschiedenen Strategien (auch solchen, denen wir nicht zustimmen).

16. Mittelfristig haben wir drei konkrete Ziele. Erstens müssen wir eine intellektuelle Infrastruktur aufbauen. Ähnlich wie die Mont Pelerin Society der neoliberalen Revolution hat sie den Auftrag, neue ideologische, ökonomische und soziale Modelle sowie eine Vision für das Gemeinwohl zu schaffen, die die abgezehrten Ideale, die unsere Welt heute regieren, ersetzen und überwinden können. Es handelt sich insofern um eine Infrastruktur, als dass sie nicht nur Ideen erfordert, sondern auch Institutionen und materielle Kanäle, die diese Ideen prägen, verkörpern und verbreiten.

17. Zweitens müssen wir eine weitreichende Medienreform durchführen. Trotz der scheinbaren Demokratisierung durch das Internet und die sozialen Medien bestimmen die traditionellen Medien nach wie vor die Auswahl und Präsentationsweise der Narrative und verfügen allein über die finanziellen Möglichkeiten, investigativen Journalismus zu betreiben. Diese Körperschaften so weit wie möglich in öffentliche Kontrolle zu bringen, ist entscheidend, um die derzeit vorherrschende Darstellung der Zustände aufzubrechen.

18. Schließlich müssen wir verschiedene Formen der Klassenmacht wiederherstellen. Eine solche Wiederherstellung muss die Vorstellung überwinden, dass ein organisch gewachsenes globales Proletariat bereits existiert. Stattdessen muss sie eine disparate Reihe proletarischer, oft in postfordistischen Formen prekärer Arbeit verkörperte Teilidentitäten untereinander verknüpfen.

19. Verschiedene Gruppen und Einzelpersonen arbeiten bereits auf die Erreichung dieser Ziele hin, aber für sich allein genommen sind sie unzureichend. Notwendig ist die Rückkopplung der drei Ziele aneinander, in der jedes von ihnen die jeweils neu entstehende Verknüpfung so beeinflusst, dass die andern immer wirkungsvoller werden. Ein positiver Rückkopplungsprozess des infrastrukturellen, ideologischen, sozialen und ökonomischen Wandels, der eine neue komplexe Hegemonie, eine neue postkapitalistische technosoziale Basis schaffen kann. Die Geschichte lehrt, dass immer nur eine breite Ansammlung von Strategien und Organisationen eine Veränderung des Systems bewirken konnte; diese Lektion muss gelernt werden.

20. Um diese drei Ziele zu erreichen, behaupten wir auf einer ganz praktischen Ebene, dass die akzelerationistische Linke ernsthafter über die Ressourcen- und Kapitalflüsse nachdenken muss, die der Aufbau einer schlagkräftigen neuen politischen Infrastruktur erfordert. Jenseits der Menschenmassen auf der Straße, der »Macht des Volks«, brauchen wir Finanzierung, ob durch Regierungen, Institutionen, Think Tanks, Gewerkschaften oder individuelle Förderer. Solche Kapitalströme ausfindig zu machen und umzuleiten halten wir für unabdingbar, um den Aufbau einer Ökologie schlagkräftiger akzelerationistischer linker Organisationen anzugehen.

21. Wir erklären, dass nur eine prometheische Politik der größtmöglichen Beherrschung der Gesellschaft und ihrer Umwelt in der Lage ist, mit globalen Problemen fertigzuwerden und die Oberhand über das Kapital zu erlangen. Diese Beherrschung muss unterschieden werden von der, die die Denker der ursprünglichen Aufklärung so geliebt haben. Das Uhrwerk-Universum eines Laplace, das mit genügend Informationen so einfach beherrscht werden kann, ist lange von der Liste ernsthafter wissenschaftlicher Ansätze verschwunden. Aber das bedeutet nicht, dass wir uns mit den müden Überbleibseln der Postmoderne gemein machen, die Beherrschung als proto-faschistisch verschreien und Autorität an sich als illegitim. Wir meinen, dass uns die Probleme, die unseren Planeten und unsere Spezies bedrängen, vielmehr dazu zwingen, Herrschaft in einer neuen komplexen Gestalt aufzubereiten. Wenn wir auch nicht das genaue Resultat unserer Handlungen voraussagen können, so können wir doch ermitteln, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Ergebnisse eintreten werden. An eine derart komplexe Systemanalyse muss eine neue Form des politischen Handelns gekoppelt werden: improvisatorisch und in der Lage, mit den erst im Laufe des Handelns erkennbaren Unwägbarkeiten umzugehen – eine Politik der geosozialen Kunstfertigkeit und gekonnter Rationalität. Eine Art abduktives Experimentieren auf der Suche nach den besten Mitteln, in einer komplexen Welt zu handeln.

22. Wir müssen das Argument, das traditionell für den Postkapitalismus reserviert war, wiederbeleben: Der Kapitalismus ist nicht nur ein ungerechtes und pervertiertes, sondern auch ein fortschrittshemmendes System. Unsere technologische Entwicklung wird, so sehr sie von ihm auch entfesselt wurde, vom Kapitalismus unterdrückt. Akzelerationismus ist der grundsätzliche Glaube, dass diese Kapazitäten freigesetzt werden können und sollten, indem wir über die Beschränkungen der kapitalistischen Gesellschaft hinausgehen. Diese Bewegung über unsere derzeitigen Schranken hinweg muss mehr beinhalten als nur den Kampf für eine rationalere globale Gesellschaft. Sie muss auch, so glauben wir, die Träume wieder bergen, die so viele von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anbeginn der neoliberalen Ära in ihren Bann geschlagen haben, Träume vom Streben des Homo sapiens nach Ausbreitung über die Grenzen der Erde und seiner unmittelbaren körperlichen Form hinaus. Solche Visionen werden heute als Überbleibsel einer unschuldigeren Zeit angesehen. Doch sie lassen zum einen den erschütternden Mangel an Vorstellungskraft sichtbar werden, der in unserer Zeit herrscht, und zum anderen bieten sie das Versprechen auf eine Zukunft, die sowohl das Gefühl belebt als auch den Geist in Spannung versetzt. Schließlich wird nur eine postkapitalistische, durch akzelerationistische Politik ermöglichte Gesellschaft je in der Lage sein, das Versprechen der Raumfahrtprogramme des mittleren 20. Jahrhunderts einzulösen – als Verschiebung über eine Welt der minimalen technischen Upgrades hinaus zu allumfassendem Wandel. Hin zu einer Zeit der kollektiven Selbstbeherrschung und der wirklich fremden Zukunft, die sie mit sich bringt und möglich macht. Hin zu einer Vollendung des aufklärerischen Projekts von Selbstkritik und Selbstbeherrschung statt seiner Auslöschung.

23. Die Entscheidung, die uns bevorsteht, ist schwerwiegend: entweder ein globalisierter Postkapitalismus oder eine allmähliche Fragmentierung hin zum Primitivismus, zur permanenten Krise und zum weltweiten ökologischen Zusammenbruch.

24. Die Zukunft muss neu konstruiert werden. Sie wurde vom neoliberalen Kapitalismus zerstört und auf das billige Versprechen größerer Ungleichheit, größeren Konflikts und größerer Unordnung reduziert. Der Zusammenbruch der Idee der Zukunft ist symptomatisch für die Rückschrittlichkeit unserer Zeit und nicht das Zeichen skeptischer Reife, wie es uns Zyniker quer durch das politische Spektrum weismachen wollen. Der Akzelerationismus strebt nach einer moderneren Zukunft – einer anderen Moderne, die der Neoliberalismus von Natur aus nicht hervorbringen kann. Die Zukunft muss noch einmal aufgeknackt werden – und unsere Horizonte werden sich öffnen für die unbegrenzten Möglichkeiten des Außen.

Über Samir Sellami

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14 Antworten zu Beschleunigungsmanifest

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  4. dieterbohrer schreibt:

    Wenn wir die Beschleunigung beschleunigen wollen, wenn das eingestandene Schnellerwerden eben bewußt noch einmal und für immer schneller und schneller weden soll, dann müssen wir uns auch überlegen, das TEMPO eine Form ist im MEDIUM der Beschleunigung selber! Die Beschleunigung wird hier also – wie zu erwarten war – selbstreferentiell: sie bezieht ihre Parameter nur noch von sich selbst und sie bezieht sie auch auf sich selbst.

    Damit ist die Frage akut und muss a) gesehen und b) auch beantwortet werden:

    Die menschlichen Körper und ihr intrinsischer „Geist“ (also: Bewusstsein), sie müssen die von ihnen selbst in Gang gewetzte Beschleunigung evolutiv und biologisch auch aushalten!

    Die Gesellschaft ist keinen Gemeinschaft, sie besteht nicht aus Menschen, (denn die leben ja bekanntlich als das riesige Irritationspotenial in der UMWELT der Gesellschaft). Was sich von selbst und durch sich selbst beschleunigt, das ist die laufende und aktuelle (gesellschaftliche) Kommunikation. Diese Kommunikation ist wiederum eine FORM im MEDIUM der sie tragenden Bedeutungs- und Sinn-Ebene, also der sie tragenden und auch aus sich heraus sich entfaltenden SEMANTIK!

    Wenn hier aber die Zentrifugalkrafte zu groß werden, können die überbordenden Krafte und Energien in den beteiligten Sinnfeldern das ganze System in seinem Routieren auch sehr leicht in sich zerreissen.

    Hier breche ich zunächst einmal ab, damit die Leserin Gelegenheit findet, das wahrscheinlich sehr überraschend Neue an diese Grundüberlegung erst einmal zu prüfen, durch eigenes Nachdenken, ob dieser Gesamtgedanke in sich eigentlich „anschlussfähig“ ist an sich selber und damit an einer durch ihn und mit ihm möglichen Zukunft! Denn wenn er zünden soll, dieser Gedanke, dann muss er auch in sich sein: Kohärent, konsistent und konkludent, also eine logisch und funktional intrinsich sich selbst tragende Einheit der Voraussetzungen UND des Vollzuges!

    Rudi Karl Sander alias dieterbohrer aka @rudolfanders aus Bad Schwalbach.

  5. gaukler schreibt:

    Die Instanz(en) dieser „Beschleunigung“ bleibt mir doch arg vage. Eine „Verkürzung der Gegenwart“ als Verdichtung der Arbeitszeit, der Häufigkeit von Konsumevents, schnellerer Zyklen der iPhone-Versionen, der Spannen geplanter Obsoleszenz, der Studienzeiten, der Haltbarkeiten von Theorien? Sollen die Algos für Autotrader fixer werden?
    Wie genau steht die Beschleunigung zu ihrem Umschlag, wann kippt der institutionelle Kern von Technologien, oder wodurch genau wird Fluchtgeschwindigkeit so hoch, dass „der Kapitalismus“, sein „inneres Potential“ nicht mehr mitkommt?
    Mit einem „Miserabilist“ wie Rosa lässt sich gar noch die Frage anschließen, bei welcher Beschleunigung es die Aufsitzenden von ihren Sitzen fegt, und sie vielleicht endgültig den Halt verlieren? Ausser ein paar echten Nomaden vielleicht, aber ob die nun reichen, die geschichte bei dem Tempo in geeigneten bahnen zu halten….

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  10. Philipp Osram schreibt:

    Selten so eine geballte Ladung an Schwachsinn gelesen.

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