Beginn

Diese Aufnahme eines Sonnensturms ist nun schon ein paar Wochen alt und war schon an einigen Orten zu sehen, ist aber so beeindruckend, dass ich nicht umhin komme damit diesen Blog zu eröffnen. Wer bei 1:16, wenn die Erde im Größenvergleich zu dem Sturm eingeblendet wird, keine Gänsehaut bekommt, der kann nicht mehr am Leben sein.

In Döblins „Berlin Alexanderplatz“ heißt es:

Der Sonnenschein aber, der lautlos die vorderen Tische und den Fußboden belegt, in zwei lichte Massen geteilt von dem Schild: ›Löwenbräu Patzenhofer‹, der ist uralt, und eigentlich wirkt alles vergänglich und bedeutungslos, wenn man ihn sieht. Er kommt über x Meilen her, am Stern y ist er vorbeigeschossen, die Sonne scheint seit Jahrmillionen, lange vor Nebukadnezar, vor Adam und Eva, vor dem Ichthyosaurus, und jetzt scheint sie in das kleine Bierlokal durch das Fensterglas, wird von einem Blechschild: ›Löwenbräu Patzenhofer‹, in zwei Massen geteilt, legt sich über die Tische und auf den Boden, rückt unmerklich vor. Er legt sich auf sie, und sie wissen es.

Er legt sich auf uns, und wir wissen es.

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