Zitat 32

Was meint Zeichnen ? Wie kommt man dahin? Es ist der Akt, sich einen Weg durch eine unsichtbare Mauer aus Eisen zu bahnen, die sich zwischen dem befindet, was man fühlt und dem, was man vermag. Wie soll man diese Mauer durchqueren, denn es nützt nichts, fest dagegen zu schlagen, man muss diese Mauer untergraben und sie mit der Feile durchqueren, langsam und mit Geduld, nach meinem Dafürhalten.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Hors Catégorie | Hinterlasse einen Kommentar

Curtain Call.

In den letzten zwei Wochen haben zwei für mich sehr prägende amerikanische Medienfiguren das Ende ihrer Tätigkeit verkündet. Jon Stewart, den in Deutschland einige kennen, verfolge ich seit zehn Jahren, Andrew Sullivan, der hier weniger bekannt ist, seit fünf. Als ich, noch als Teenager, das erste mal die Daily Show sah, war ich wie vom Platz gefegt. Brutal komische, scharfsinnige Gesellschaftskritik in einem – für deutsche Verhältnisse – irrsinnigem Tempo. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Denken, Ich | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn der Netanyahu zweimal klingelt

“Frieden? Nicht um jeden Preis.” Ich warte nur darauf, dass dieser Wahlwerbespot in einer Nahost-Doku mit Horrormusik unterlegt wird.

Veröffentlicht unter Hors Catégorie | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Unterscheidungen

Militanz ≠ Fundamentalismus

Veröffentlicht unter Hors Catégorie | Hinterlasse einen Kommentar

Das HIV-Abrissteam

WP_20141230_038

In der englischsprachigen Zeitung “Shanghai Daily” lese ich heute einen Artikel, der nicht nur dem Genre der Chinawachstumkrasserscheißnachrichten die Krone aufsetzt, sondern überhaupt zum heftigsten gehört, was ich je in einer Zeitung gelesen habe.

A Member of a central China “AIDS demolition team” said he regretted being used to intimidate residents into vacating their homes. Police in Nanyang, a city in Henan Province, are looking into allegations that the team, whose members claimed to be people living with HIV/AIDS, had threatened to infect residents who refused to leave homes scheduled for demolition under a government plan.
Nanyang officials confirmed the existence of the team, but said it had not been established by the local government.

Mann, und ich dachte es geht bei der Story um schwule Bauarbeiter, die zu sich selbst finden.

(Self-Promotion: ich habe schon mal länger über China geschrieben, nämlich hier und hier)

Veröffentlicht unter Kanäle | Verschlagwortet mit , , , , | Ein Kommentar

Why the word “should” is destroying the left. Zitat 31

The word “should” is the worst thing that ever happened to the left. “Should” has become a virus in the contemporary left, a word that is more effective at defeating left-wing resistance than any right-wing argument ever could be. It seems like every day I read fellow leftists telling me what they should and shouldn’t have to do, rather than what they are compelled by injustice to do. “Feminists should not have to teach people the importance of feminism; it’s their responsibility to educate themselves.” Perhaps it is. But they won’t educate themselves. No one will make the world a just place but us. That’s why there is such a thing as feminism. The struggle exists precisely because the world does not fix itself and its people do not educate themselves. That’s such a basic statement of political principles it frightens me that it has to be said at all.

I ask this basic question of young leftists I meet all the time, the ones who insist to me, with great passion, that my suggestion that we have a duty to fix a broken world is itself oppression: are we winning, or are we losing? That’s what I want to know.

- Fredrik de Boer

Veröffentlicht unter Denken, Kanäle | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Ungeprügelten und die Nicht-Gemeinten

Für die Menschen, von denen ich weiß oder annehme, dass sie sich hin und wieder auf ISTINA verirren, mag meine Reaktion auf den Leitantrag der CSU zur „Deutschpflicht“ wenig enthalten, was sie nicht eh schon wussten. Da ich niemandes Intelligenz beleidigen will, verweise ich auf den Schluss, in dem ich eine heitere Anekdote aus meiner sportlichen Kindheit erzähle. Sie steht in einem gewissen Zusammenhang zu Einstellung & Verhalten, die durch solcherlei Manöver erhalten und regelrecht provoziert werden. Natürlich lohnt sich auch das Geschwafel davor, dass ein paar unnötige Metaphern, den ein oder anderen gutartigen Gedanken und ein paar höfliche Beleidigungen enthält.

***

Im Ausland zu leben heißt unter anderem, von Zeit zu Zeit der plötzlichen Konvulsion der eigenen Tränensackmuskeln beizuwohnen, das Kinn wie in einem Kälteschauder kurz nach rechts und links auszucken zu lassen und die pyramidal zusammengeführten Fingerspitzen für einige lange Sekunden fest auf beide Schläfen zu drücken, bis es schmerzt.

Der aktuellste Anlass, derart unnatürlich verkrampft vor dem Bildschirm zu sitzen, starr vor Verwunderung, was jetzt schon wieder abgeht im Land, wo die Zitronen nicht blühen, ist der sogenannten Vorschlag der CSU zur hauseigenen Schland-Pflicht für Kanaken. Ja, Kanaken, denn Schweden und Franzosen können ja wohl kaum gemeint sein von diesem revolutionären Entwurf, das nur ein Genie von Rasse & Schlag eines Jean-Baptiste Colbert hat ausbrüten können.

Pflicht? Zwang? Bitte nicht hysterisch werden. Natürlich war alles ganz anders gemeint. Es soll ja nur „angehalten“ werden, nicht gezwungen, wie der auch sprachlich stets geniale Wolfgang Bosbach aus der Hochdeutsch- und Hochkulturmetropole Köln im Deutschlandfunk zum Besten gibt. Wie dieses Anhalten genau aussehen soll und was das Ganze in einem Leitantrag verloren hat, der unter anderem auch Kriterien dafür entwirft, was für Bayern ein guter und was ein schlechter Neigschmeckta ist, das verrät uns Bosbach natürlich nicht. Nur, dass natürlich niemand vorhat, in Familien einzudringen, zu kontrollieren und Zwang auszuüben. Das wäre ja auch nicht durchsetzbar, erläutert Bosbach. Warum dieser Zusatz, frage ich mich, und worum geht es hier eigentlich? Darum, dass etwas nicht durchsetzbar ist, oder darum, dass etwas falsch, hirnrissig und menschenverachtend ist? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ich, Kanäle, Leben | Verschlagwortet mit , , , | Ein Kommentar